Expedition 02 · Yokohama minato mirai

Minato Mirai zeigt Yokohama in jenem kurzen Übergang zwischen Tag und Nacht. Über dem Wasser erhebt sich der 296 Meter hohe Landmark Tower, begleitet vom berühmten Riesenrad und dem fast kathedralenartig wirkenden Anniversaire Minato Mirai Yokohama.
Für diese Aufnahme wollte ich bewusst die blaue Stunde festhalten: noch Zeichnung im Himmel, bereits leuchtende Fassaden und warme goldene Reflexe im Wasser.
Immer wieder haben mich meine Reisen nach Yokohama an diesen Ort zurückgeführt – zu diesem Blick über Minato Mirai, der für mich bis heute etwas Magisches besitzt.
Früher eröffnete sich von der Bankoku Bridge ein faszinierender Blick über das Wasser hin zum Landmark Tower, zum Riesenrad und zum hellen Anniversaire-Gebäude. Viele meiner damaligen Aufnahmen entstanden hier tief in der Nacht, teilweise in Schwarz-Weiß.
Dieses Mal wollte ich Farbe – genau in jenem Übergang, in dem der Himmel noch blau trägt und die Lichter des Hafens bereits ihre ganze Wirkung entfalten.
Die vertraute Position auf der Bankoku Bridge war diesmal nicht mehr möglich. Eine Seilbahn durchquert heute diese Blickachse. Statt auf der schwingenden Brücke konnte ich jedoch direkt an der Kaimauer arbeiten – ruhig, stabil und unmittelbar am Wasser.
DER MOMENT ZWISCHEN TAG UND NACHT
Noch trägt der Himmel sein tiefes Blau. Gleichzeitig beginnen Fassaden, Riesenrad und Hafen zu leuchten. Für kurze Zeit gehören Tageslicht und künstliches Licht zur selben Stadt.

Und dann passte alles zusammen: ein klarer Novemberhimmel, wenige Wolken, tiefes Blau und die brillant leuchtende Kulisse von Minato Mirai. Besonders die warmen, goldenen Töne des Anniversaire-Gebäudes und ihre Spiegelungen im Wasser bildeten einen faszinierenden Kontrast zum kühlen Himmel.
Aus vielen Aufnahmen habe ich genau dieses Bild gewählt, weil hier die Balance stimmt: noch Leben rund um den Hafen, noch Licht am Himmel und bereits jene Magie, die mit dem Einbruch der Dunkelheit entsteht.
Der Landmark Tower gehört für mich untrennbar zu diesem Ort. Von seiner Aussichtsplattform sind über die Jahre – auch tagsüber – weitere Aufnahmen über Hafen und Stadt entstanden.
Bei besonders klarer Sicht reicht der Blick sogar weit in Richtung Tokio; diese Bilder ergänzen die Geschichte des Werkes als Begleitfotos. Ein Bild über den kurzen Augenblick, in dem Architektur, Wasser und Licht zu einer einzigen leuchtenden Komposition werden.
Und vielleicht berührt mich dieser Ort gerade deshalb immer wieder so sehr: weil in diesem einen Moment aus einer modernen Hafenstadt etwas beinahe Zeitloses wird – still, leuchtend und voller Erinnerung.
Für genau diese Augenblicke gehe ich los – auf der Suche nach dem Moment, in dem Licht aus einem Ort eine Erinnerung macht.
Expedition in Light.

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